Erfolgsstrafe in Deutschland

Nachdem ich diesen Artikel in der “zeit” gelesen habe und ebenfalls die Kommentare, errinnert mich das an diverse Gespräche, die man von alten Leuten in den Kneipen hören kann. “Die Reichen sind Verbrecher, sie sollten für das unverschämt viele Geld was sie bekommen bestraft werden.” So oder so ähnlich hört sich das immer für mich an.Ich poste hier einfach mal, was ich bei den Kommentaren in diesem Onlinemagazin dazu geschrieben habe:

 Hallo,

als ich Azubi war musste ich keine Steuern bezahlen. Deswegen habe ich mich recht frisch damit erst beschäftigt. Wir haben in Deutschland eine Art “Erfolgsstrafe”. Ich kenne die genauen Prozentzahlen nicht mehr, ABER:

Angenommen ein Mensch verdient hier 1,2k brutto. Dann bezahlt er ca. 22-24% Steuern in der Steuerklasse 1. Verdient der gleiche Mensch aber 2,4k brutto bezahlt er 32+% Steuern.Je mehr man brutto hat, um so mehr steigen auch die prozentualen Steuerbelastungen. Das ist eine eine exponenzielle Steigerung.Also mit 1,2k fallen (bei 22%) 264 EUR Steuern an.Mit 2,4k fallen (bei 32%) 768 EUR Steuern an.

Für den doppelten Verdienst bezahlt man also fast das dreifache an Steuern.

Deswegen verwundert mich es nicht, dass “die Reichen” solche Schlupflöcher suchen. Je erfolgreicher man in Deutschland ist, umso mehr wird man dafür (steuerlich-)bestraft. Aber leider sieht der Volksmund (ich komme aus dem Osten, mMn ist hier das Problem noch schlimmer): ‘Der verdient mehr Kohle, also soll er auch wesentlich mehr blechen - er hats ja’.

Auch ein interessanter Artikel dazu im Focus:http://www.focus.de/finan… 


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